EXOPOLITIK Rezension: Erich von Dänikens Vermächtnis

Das Erich von Däniken Vermächtnis - Quelle: YouTubeIn seinem ersten Internet-Vortrag wagt sich der Altmeister der Prä-Astronautik erstmals in den Bereich der modernen UFO-Forschung vor.

 

 

eine Rezension von Robert Fleischer

Natürlich ist ein Internet-Vortrag von Erich von Däniken nicht dasselbe wie eine üblicherweise ausverkaufte Live-Veranstaltung mit dem Altmeister der Prä-Astronautik. In dem Video, das er nun exklusiv auf seiner Webseite sagenhaftezeiten.com präsentiert, lenkt nichts vom eigentlich Gesagten ab. Hinter von Däniken ist nur ein Teil des monströsen und dicht bepackten Bücherregals zu sehen, das jeden Besucher seines Büros in Beatenberg mit Ehrfurcht erfüllt. Vor ihm auf dem Tisch liegt ein Zettel mit wenigen Stichpunkten, den der Autor alle fünf Minuten kurz mustert, um anschließend in gewohnt packender Art die Geschichte zu erzählen. Seine Geschichte.

Das Video, das nun für einen kleinen Betrag online anzusehen ist, soll das wahre Vermächtnis des Erich von Däniken zusammenfassen. Nach Abermillionen verkaufter Bücher in vielerlei Sprachen ist klar, dass von Däniken dies nicht in einem einzigen Video gelingen kann. Doch bereits im ersten Teil schlägt der Bestsellerautor einen gewaltigen Bogen - vom Urknall angefangen über die Götter, die vom Himmel herabstiegen, bis hin zum modernen UFO-Phänomen.

Damit wagt sich von Däniken in einen Bereich vor, den er jahrzehntelang gemieden hat. Denn noch bis vor wenigen Jahren standen kaum offizielle Dokumente und Zeugenaussagen zum  modernen UFO-Phänomen für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Zu groß die Gefahr, den sicheren Boden der Fakten unter den Füßen zu verlieren. Erstmalig spricht Däniken also über UFO-Erscheinungen der Neuzeit. Für ihn sind sie die logische Fortführung seiner Argumentation über die biblischen Götter, die seiner Meinung nach keine Götter waren, sondern himmlische Lehrmeister - Außerirdische.

Das Sonnenwunder von Fátima

1917 beobachteten drei junge Schäferkinder in der Nähe der Stadt Fátima in Portugal eine sich drehende Scheibe am Himmel. Auf telepathischem Wege, so heißt es, erhielten die drei Kinder Botschaften und die Aufgabe, diese Botschaften an den höchsten Repräsentanten der Kirche weiterzuleiten. Spätestens im Jahr 1960 hätte die katholische Kirche den Inhalt dieser Botschaften veröffentlichen sollen. Doch bis heute ist nichts geschehen. Dabei beträfe der Inhalt der telepathisch übertragenen Nachricht den katholischen Glauben an sich, heißt es aus Kirchenkreisen. Warum wurde bislang nichts veröffentlicht? Handelt es sich tatsächlich um eine Botschaft der Außerirdischen? Für Erich von Däniken ist die Sache klar: "Wir werden rabenschwarz angelogen".

Möglicherweise, so der Schweizer Autor, enthielt die Botschaft, deren Veröffentlichung für 1960 vorgesehen war, nichts geringeres als die Ankündigung, dass Kontakte mit fremden Zivilisationen bald stattfinden würden. Und tatsächlich hätten die Besucher bereits ab dem Jahr 1967 vermehrt begonnen, sich zu zeigen. Hier beginnt von Dänikens Ausflug in die Welt des modernen UFO-Phänomens: Der Vorfall vom Atomwaffenstützpunkt Malmstrom 1967, bei dem ein unbekanntes Objekt scheinbar Atomraketen deaktivierte; der Fall Bentwaters von Dezember 1980, als ein Fluggerät einen Militärstützpunkt in Großbritannien tagelang in Atem hielt und schließlich sogar landete; der Fall der sogenannten Phoenix Lights von 1997, als ein riesiges dreiecksförmiges Fluggerät die Millionenmetropole in Arizona überflog, von Hunderten Augenzeugen gesehen und anschließend vom Gouverneur weggeredet wurde. Scheinbar nahtlos fügt sich das moderne UFO-Phänomen in die Prä-Astronautik-Hypothese von Dänikens ein. Natürlich, es muss angemerkt werden, dass der Beginn des modernen UFO-Phänomens allgemeinhin auf das Jahr 1947 datiert wird, als der Pilot Kenneth Arnold von seltsamen Flugobjekten berichtete, die er bei einem Flug beobachtet haben will.

UFO-Zwischenfall in Puerto Rico

Was von Däniken dann präsentiert, dürfte noch für lange Zeit in UFO-Forscherkreisen diskutiert werden. Im April 2013 erhielt er einen Datenträger mit einem Video, das offenbar von einer Cockpit-Kamera aus aufgenommen wurde. Es zeigt einen UFO-Zwischenfall über dem Rafael Hernandez Airport bei Aguadilla in Puerto Rico. Man sieht ein schwarzes Objekt, das offenbar mit sehr hoher Geschwindigkeit und um sich selbst schlingernd in geringer Höhe über den Flughafen schießt. Minutenlang verfolgt die Cockpit-Kamera das Objekt, das ab und zu hinter Bäumen verschwindet, dann wieder erscheint, dann ins Meer eintaucht und plötzlich wieder auftaucht - gemeinsam mit einem weiteren Objekt. Ohne Zweifel ist diese Aufnahme einer der Höhepunkte in von Dänikens Vortrag - sie könnte die UFO-Forschung um einen weiteren wichtigen militärischen Fall bereichern.

Bei all der überlegenen Technologie stelle sich schon die Frage, ob die Besucher für die Menschheit gefährlich sind. "Die könnten uns jederzeit mausetot machen, wenn sie wollten!", gibt von Däniken zu bedenken, "doch sie tun's nicht." Warum eigentlich nicht? Auch hierfür hat von Däniken eine spannende Hypothese - doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit: Mehr davon!

Nun bin ich zugegebenermaßen schon seit früher Kindheit selbst von der Dänikenitis befallen und darum kein unbefangener Kommentator. Der erste Teil der Videoreihe, die als "Erich von Dänikens Vermächtnis" angekündigt wurde, weckt bei mir jedenfalls Lust nach mehr. Dass der Bestsellerautor im Laufe der Jahrzehnte immer wieder äußerst interessante Hinweise von Insidern erhalten haben mag, halte ich nach einigen Gesprächen mit ihm für absolut möglich. Es gibt da so einige Geschichten, die noch erzählt werden wollen (und sollten, Erich!!!). Bis dahin müssen sich Prä-Astronautik-Fans mit Teil 1 zufrieden geben.

"Das Erich von Däniken Vermächtnis" - Teil 1 jetzt abrufbar unter www.sagenhaftezeiten.com

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