Marius Kettmann, Mitglied der Gesellschaft zur Untersuchung von anomalen atmosphärischen und Radar-Erscheinungen MUFON-CES: "Es liegt teilweise 10-20 Jahre zurück, dass irgendeine Gruppe etwas gegen eine andere Gruppe gesagt hat und Streitereien entstanden. (...) Gerade die jüngeren Mitglieder haben von den alten Streitereien gar nichts mitbekommen, waren nicht dabei und gehen anders aufeinander zu. Die wollen auch nicht mehr 'unter die Gürtellinie schlagen' und sich als Konkurrenz sehen."
Alexander Knörr, Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung e.V, möchte den neuen kollegialen Umgangston konstruktiv nutzen. Bis jetzt hat jede Gesellschaft bei UFO-Sichtungsberichten ihre eigene Herangehensweise und ihren eigenen Fragebogen. Knörr: "Es soll ein einheitlicher Leitfaden für die Sichtungsmeldungen erarbeitet werden".
Respektvoll aber bestimmt - das ist der Tenor der neuen deutschen UFO-Forschung. Ein erstes gemeinsames Projekt: Eine gemeinsame UFO-Datenbank mit standardisierten Einträgen, um UFO-Sichtungen bsser vergleichen und katalogisieren zu können. Schließlich sind sich alle drei Organisationen darüber einig, dass das UFO-Phänomen real ist - wodurch sie sich derzeit noch vom Großteil der meist uninformierten deutschen Bevölkerung unterscheiden. Respekt vor der Meinung des Anderen ist auch deshalb geboten, weil dies eine Grundvoraussetzung ist, um von Politik und Medien ernst genommen zu werden. Und schließlich nimmt keine der beteiligten Organisationen für sich in Anspruch, vollständig zu wissen, was hinter dem UFO-Phänomen steckt.
Eines steht fest: Ohne eine respektvolle und professionelle Zusammenarbeit würden wir es wohl nie erfahren.
Übrigens: Die deutsche Initiative für Exopolitik hat das Ereignis mit zwei Kameramännern begleitet und wird demnächst weitere Vorträge und Interviews online zur Verfügung stellen.
Weitere Links: Berichterstattung auf DEGUFO.de
