GB_UFO_Akten
Mit großem Interesse reagiert die Öffentlichkeit in Deutschland und England auf die Veröffentlichung bislang geheimer UFO-Unterlagen durch das britische Nationalarchiv. Der allgemeine Tenor: Warum sollte es kein Leben da draußen geben? Außerdem: Herbe Kritik am Interview mit Werner Walter (CENAP) in der ZEIT. Eine - zugegebenermaßen subjektive - Sammlung von Leserkommentaren aus WELT, ZEIT und TELEGRAPH. Die ZEIT wird von ihren Lesern dafür kritisiert, dass sie einen offenbar ungeeigneten, weil parteiischen Ansprechpartner für ihr Interview zu den englischen UFO-Akten ausgewählt hat. Alle drei bislang verfassten Leserkommentare finden deutliche Worte für den Amateurastronomen und Chef der Mannheimer UFO-Gruppe CENAP, Werner Walter. Unter der Überschrift "Lachhaft!" meint ein Leser mit dem Pseudonym "Lugburz":

"Ich kann nicht glauben, dass man hier Werner Walter eingeladen hat. Dieser Mann ist sowas von ungeeignet, wenn es um die Erforschung der UFO Thematik geht, meine Güte! Es gibt weitaus seriösere Forscher und damit meine ich keine Einzelhandelskaufmänner wie Herrn Walter, sondern Wissenschaftler (Physiker, Mathematiker, Psychologen etc.) die sich an dieses Thema heranwagen."

Dem stimmt "AchimW" zu. Er bezeichnet Walter gar als "Möchtegernforscher" - und begründet seinen Vorwurf wie folgt:

"Er (Walter, d. Red.) hat die meisten UFO-Fälle, die er als Lug, Betrug und Schwindel deklariert, zu keiner Zeit selbst, unvoreingenommen, neutral, vor Ort usw. recherchiert, sondern nur Meinungen anderer übernommen, Vorurteilte gepflegt und unsachlich kritisiert. Seine Meinung ist für alle Zeiten fest zementiert und sein Dogma lautet offenbar: 'Es gibt keine Außerirdischen, es kann sie nicht geben, und was nicht sein darf, kann nicht sein!'."

Dieser Kritik schließt sich auch der User "Snake999" an - und schlägt andere Ansprechpartner vor:

"Auch ich möchte meinen Vorrednern beipflichten, dass ich nur dringend davon abraten kann Herrn Walter und die Cenap ernst zu nehmen und als Maßstab für seriöse ufologische Forschungen heranzuziehen. Recherchen finden dort zumeist nach "Schema F" zu 99 % nur am Schreibtisch statt und führen genau so oft, "oh Wunder" immer zur Aufklärung des Falles. in Beispiel ist die komplexe belgische Sichtungswelle, die von Cenap, ohne einmal vor Ort gewesen zu sein, als Ultraleichtflieger (teils als Drogenkuriere :-) )  "entlarvt" wurde.
Wer die umfangreichen Ermittlungen des belgischen Militärs und der Sobeps (belgische UFO-Organisation) kennt, kann darüber nur einmal kurz und kräftig lachen.Hier kann man sich ziemlich seriös informieren:

Mufon-ces.org
Degufo.de
ufo-forschung.de
Skeptizismus.de (über allgemeine Skeptiker-Praktiken)

Gruß

Snake"

DIE WELT wird von ihren Lesern für unzureichende Eigenrecherche kritisiert. So kommentiert etwa "Dieter":

"Alles wird gut. Jetzt ist die Sache ja (wiedermal) aufgeklärt. Schön das man komplizierte Vorgänge so einfach (weg)erklären kann. Die WELT recherchiert doch sicher nach, ob auch wirklich alle Akten freigegeben wurden? Offizielle Stellen sind ja grundsätzlich vertrauenswürdig. Ein Schelm der Böses denkt..."

"Stefan" bezweifelt ebenfalls, dass DIE WELT ausgewogen über das Thema berichtet hat und meint:

"Selbst der belustigte, und lächerlich machenden Tenor, dieses Artikels, kann nicht mehr darüber hinweg täuschen, was in nächster zeit, zu erwarten ist: Die Menschen, sind nicht mehr so blöd, wie noch vor 10 Jahren."

"Rudi, ein ehrlicher UFO-Zeuge" hingegen sieht im gegenwärtigen Gesellschaftssystem die größte Herausforderung für eine offizielle Bekanntgabe außerirdischen Lebens:

"Eine offizielle Anerkennung von existierenden UFOs gibt es bisher nicht. UFOs bringen alles total ins Wanken: Die Religionen, die Wissenschaften, die Regierungs-Staatsmächte und besonders das Militär. Wer -so wie ich- wirklich ein UFO von Nahem sah, schweigt lieber, als sich permanent Spott einzuhandeln."

"3JAY" hält die von UFO-Zeugen angefertigten Skizzen für Spinnerei, worauf seiner Meinung nach Rechtschreibfehler hindeuten:

"Die Zeichnungen sehen aus als hätte sie Helge Schneider persönlich verfasst. So gibt es auch syntaktische Fehler - z. B. "with" stadt "width"

"Spechtler" fordert: "Lasst Logik sprechen" und schreibt:

"Wenn es dort draussen intelligentes Leben gibt (wovon ich fest ausgehe), dann sind sie nicht bei uns gewesen. Gründe: - wenn sie zu uns kommen und Kontakt aufnehmen wollen, wär's doch am praktischsten, auf dem Roten Platz, in Washington D.C oder so zu landen. Haben sie aber bisher nicht gemacht. - wenn sie sich nicht offen zeigen wollen, stellen sie sich -für die Tatsache, dass sie interstellare Raumfahrt beherrschen - nicht besonders geschickt beim Verstecken an. - Interstellare Raumfahrt dauert selbst für den hartnäckigsten und geduldigsten Alien einfach zu lange (...)."

"JPD" kritisiert hingegen die humanozentrische Weltsicht der Erdenbewohner, wenn es um die Beurteilung des UFO-Phänomens geht:

"Also verrückt ist zu glauben dass in der Unendlichkeit des Universums wir die einzigen Lebewesen wären, bzw die einzigen intelligenten (????) Lebewesen. Selbst mathematisch ist es eher wahrscheinlich das es da draußen noch Leben gibt, als das wir die einzigen sind!"

Passend hierzu bemerkt "Majik":

"Die Frage ist nicht, ob es intelligentes Leben auf anderen Planeten gibt. Die Frage ist: Gibt es intelligentes Leben auf der Erde?"

In Großbritannien reagiert man mit mehr Offenheit als hierzulande auf die Meldung über freigegebene UFO-Akten des Verteidigungsministeriums - so auch ein User namens "Chris Augustin":

"Es ist erfrischend zu sehen, dass eine unserer Weltregierungen nicht mehr länger Angst davor hat, die reichhaltigen Informationen aus vielen Jahren zu veröffentlichen, welche nicht nur die Existenz von UFOs beweisen sondern außerdem der Existenz von außerirdischen Wesen mehr Glaubwürdigkeit verleihen."

Viele Leser kommentierten den Artikel des Telegraph gar mit eigenen UFO-Sichtungen. So auch ein Leser namens "j bennett":

"Ich wohne in Harrogate North Yorkshire und habe in den letzten 10 Jahren mehr als 11 verschiedene unerklärliche Lichter/Objekte gesehen, sowohl am Tag als auch in der Nacht (...) Ich und ein Freund schauten gerade aus dem Fenster meiner Wohnung, als ein klassisches, scheibenförmiges Fluggerät über den Himmel kam. Es blieb mitten in der Luft stehen. Nach ein paar Sekunden flog es direkt hoch in den Himmel, stoptte dort und kam wieder zurück. Das tat es drei Mal. Dann explodierte es in einen weißen Lichtball und bewegte sich im Zick-Zack derart schnell, dass es in einem Augenzwinkern mindestens 15 Bewegungen machte (...)."

Für "Geoffrey Gunning" gibt das UFO-Phänomen Anlass zur Frage über den Zweck unseres Universums:

"Egal ob mal es aus wissenschaftlicher, philosophischer oder religiöser Sicht heraus betrachtet, muss man die Frage stellen: Wofür gibt es das Universum? Die Antwort muss sein: LEBEN! Der Gedanke, dass es ganze Galaxien mit Milliarden Sternen und demzufolge mit sehr vielen, aber unbekannten bewohnbaren Planeten gibt, auf denen es nichts zu erfahren oder zu beobachten gäbe, erscheint mir absurd."

Umfrage der WELT zum Thema Außerirdische

(Stand: 16. Mai 2008, 18:49 Uhr)

Glauben Sie an die Existenz außerirdischer Wesen?

27% Ja, das Universum ist zu groß, um nur auf der Erde Leben hervorzubringen

45% Die Frage ist, wie entwickelt diese Wesen sind

20% Nein, ich glaube nicht, dass es Außerirdische gibt

7% Das Thema lässt mich kalt
Anzahl der Stimmen: 926
(Anmerkung: Seit 19:55 Uhr werden diese Umfrageergebnisse nicht länger auf der Webseite der WELT angezeigt.)
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