Zeitgeschehen Geheimdokumente Spanien veröffentlicht geheime UFO-Akten im Internet
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Spanische_UFO-AktenDie UFO-Dokumente umfassen rund 1900 Seiten aus dem Zeitraum 1962 bis 1995

von Robert Fleischer

Dass hin und wieder ein Land beschließt, seine jahrzehntelang geheim gehaltenen UFO-Akten öffentlich zu machen, hat sich inzwischen sogar in Deutschland herumgesprochen. In Europa haben dies zuletzt Frankreich und Großbritannien getan. Weniger bekannt ist hingegen, welche wichtige Rolle Spanien im Prozess der Aktenfreigabe spielte.

Im April 1992 beschloss der Generalinspekteur des spanischen Militärs, bis dato als vertraulich eingestufte Unterlagen über UFO-Sichtungen für die Öffentlichkeit freizugeben. Eine historische Entscheidung, denn sie gab den Luftwaffen in anderen Ländern – vor allem in Mittel- und Südamerika - den Anstoß, ebenfalls hunderte Seiten von Untersuchungsberichten über unidentifizierte Flugobjekte freizugeben, die bis dahin für Wissenschaftler, UFO-Forscher, Historiker und Journalisten unerreichbar gewesen waren. 66 Aktenbände wurden auf diese Weise veröffentlicht. Doch sie lagerten jahrelang an verschiedenen Standorten in ganz Spanien, bis sie schließlich an die Biblioteca del Cuartel General del Ejército del Aire, die Luftwaffen-Bibliothek in Madrid überführt wurden.

Dort sind sie seither für jedermann einsehbar; aus 66 Bänden sind inzwischen 80 geworden. Doch vor dem letzten Schritt hatten die Verantwortlichen sich bislang gescheut: Die UFO-Unterlagen im Internet zum Download bereit zu stellen.

Seit zwei Tagen können die Akten nun unter diesem Link auf den Seiten der Virtuellen Bibliothek des Verteidigungsministeriums heruntergeladen werden: http://bibliotecavirtualdefensa.es/BVMDefensa/exp_ovni/i18n/micrositios/inicio.cmd

Ein erster Blick in die Akten zeigt, mit welcher Sorgfalt das spanische Militär UFO-Sichtungen sammelte und analysierte. Die erste dokumentierte UFO-Sichtung stammt aus dem Jahr 1962 aus San Javier (Murcia). Der letzte verzeichnete Vorfall begab sich 1995 in Morón (Sevilla). Es finden sich in den Akten sowohl Sichtungen, die nur an einem bestimmten Ort gemacht wurden, als auch Pilotensichtungen. Bei der Häufigkeit der Sichtungen stechen vor allem die Kanarischen Inseln sowie die Metropolen Madrid und Barcelona hervor.

Die Akten lassen keinen Zweifel daran, dass die zuständigen Militärs eine Vielzahl der Fälle als „unerklärbares Phänomen“ einstuften.

Inzwischen haben große spanische Medien wie El Mundo oder das Thema aufgegriffen und berichten sachlich über den Inhalt der UFO-Akten, ohne diese lächerlich zu machen. Auch wir bleiben dran.

Spaniens UFO-Akten sind ein weiterer Hinweis darauf, dass das UFO-Phänomen in anderen Ländern sehr ernsthaft vom Militär beobachtet und dokumentiert worden ist. Militärische Geheimhaltung war dabei in den meisten Fällen die Regel. Mindestens 20 Länder haben ihre vormals geheim eingestuften UFO-Unterlagen inzwischen veröffentlicht. In fünf Ländern kümmern sich offizielle staatliche UFO-Forschungsbehörden um die seltsamen Flugobjekte.

Und in Deutschland? In Deutschland wird man von Regierungsvertretern ausgelacht, wenn man es als Journalist wagt, nach der Existenz deutscher UFO-Akten zu fragen.

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