Trotz Schließung der UFO-Untersuchungsabteilung führt das britische Verteidigungsministerium die Veröffentlichung ehemals klassifizierter Akten über UFO-Sichtungen fort. Rund 6000 Dokumentenseiten veröffentlichte das MoD gestern. Sie enthalten Augenzeugenberichte und Radaraufzeichnungen von Ereignissen aus den Jahren 1994 bis 2000. Obwohl die meisten Fälle auf konventionelle Ursachen zurück zu führen sind, kann ein kleiner Prozentsatz selbst von Experten nicht erklärt werden. Exopolitik Deutschland stellt die interessantesten Fälle vor.In der Akte DEFE 24/1988 (Seite 266-267) wird von einem Mann berichtet, der am 27. Januar 1997 auf seinem Heimweg 'eine Röhre aus Licht' sah, die 'vom Himmel herab' auf ihn zukam. Der Autofahrer stoppte seinen Wagen und das Licht umkreiste ihn fünf Minuten lang. Während dieser Zeit funktionierten sein Autoradio und sein Handy nicht mehr. Der Mann berichtet, dass er sich 'ängstlich und krank' gefühlt hat. Später musste er sich erbrechen er bekam Ausschlag,sodass ihm geraten wurde den Arzt auf zu suchen. Er meldete den Vorfall der örtlichen Polizei. Eine anschließende Untersuchung der britischen Luftwaffe ergab, dass sein Auto 'mit Schmutz und Staub' bedeckt war.
Ein Mann beobachtete ein dreieckiges UFO wie es seinen Garten in Kingstanding, Birmingham überflog. Der Mann behauptet, dass das UFO eine 'seidenartige, weiße Substanz' an den Baumspitzen zurückgelassen habe. Der Beobachter sammelte einige Proben und bewahrte sie in einem Glas bei sich zu Hause auf. Aus den Akten geht nicht hervor, was aus der Substanz geworden ist. (DEFE 24/1988, Seite 185 - 186).
Die Akte DEFE 24/1966 enthält einen Brief (Seite 220 - 222) von dem ehemaligen MoD-Mitarbeiter Ralph Noyes. Darin berichtet er von einem Film der britischen Luftwaffe aus dem Jahre 1956. Darauf soll ein UFO zu sehen sein, welches mit der Gun-Kamera eines Jagdfliegers aufgenommen wurde. Der Film soll, laut Noyes, im Jahr 1970 im Hauptgebäude des Verteidigungsministeriums dem Personal der Luftverteidigung gezeigt worden sein. Trotz der Suche durch Archivmitarbeiter des MoD im Jahre 1993-1994 wurde keine Spur des Filmes gefunden. Es wurde angenommen, dass der Film entweder mittlerweile kaputt sei oder dass ihn jemand für seine private 'Kuriositätensammlung' mit nach hause genommen hat.
Die Akte DEFE 24/1994 (S. 174 - 210) bezieht sich auf Zeitungsberichte und eine Untersuchung der britischen Luftwaffe im März 1997. Damals wurde von mehreren Augenzeugen ein großes 'brummendes' Dreieck beobachtet, welches ganz in der Nähe des Hauses des ehemaligen Innenministers Michael Howard schwebte. Es wird weiter berichtet, dass das UFO mehrere Minuten lang über einem Feld schwebte und dann mit einem Lichtblitz verschwand. Die Untersuchung der RAF ergab, dass es keine Hinweise auf unerlaubte Aktivitäten im Luftraum oder Alarmmeldungen aus dieser Gegend und zu dieser Zeit gab.
Die Akten enthalten einige Briefe von UFO-Gläubigen an John Major und Tony Blair. Darin fragen Sie nach deren Sicht über UFOs und außerirdischem Leben. Andere Briefe beziehen sich auf die Freigabe geheimer UFO-Akten. Es wurde vermutet, dass diese vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden (DEFE 24/1994, (S. 261-285, 136-38); DEFE 24/1967,( S. 11); DEFE 24/1968, (S. 107, 104-5); DEFE 24/2011, (S. 103-105); DEFE 24/1969,( S. 213-217).
Die Akte DEFE 24/1977 (S. 229 - 240) bezieht sich auf Sichtungen von seltsam rotierenden und rot, blau, grün und weiß blinkenden Lichtern, die von Polizeibeamten aus Boston und Skegness auf Video aufgezeichnet wurden. Die UFOs schienen von der Nordsee her zu kommen. Darauf hin wurde die Küstenwache alamiert. Die Küstenwache wiederum alamierte Schiffe, die in der Nordsee unterwegs waren. Die Lichter wurden auch von der Besatzung eines Schiffes beobachtet.
Gleichzeitig entdeckte die Luftwaffenbasis Neatishead in Norfolk ein unbekanntes Signal über Boston auf dem Radar. Presseberichte über diesen Vorfall veranlassten die RAF zu einer umfassenden Untersuchung. In dem abschließenden Bericht wurden einige der Lichter als Sterne oder Planeten identifiziert. Das unbekannte Radarsignal wurde als ein 'permanentes Echo' erklärt, welches durch die hohe Kirchturmspitze in Lincolnshire Wolds verursacht wurde. Der RAF-Bericht enthält ein Transkript der Konversation zwischen der Küstenwache und der Polizei.
Die Akte DEFE 24/2008 (S. 344) bezieht sich auf die Aussagen eines leitenden Fluglotsen vom Flughafen Prestwick in Glasgow. Im Februar 1999 verfolgte der Radarlotse ein UFO auf dem Bildschirm, welches schnelle Bewegungen vollzog. Dies führte zu einer umfassenden Untersuchung der RAF, welche die Radaraufzeichnungen aus einer ganzen Reihe von Flughäfen in Großbritannien beschlagnahmte. Es wurden jedoch keine Erklärungen für den Vorfall in Glasgow gefunden.
Die Akte DEFE 24/1989 (S. 154) beinhaltet Berichte von vier Fischern, die am 18. August 1997 von ihrem Fischkutter aus ein flaches, rundes Objekt 19 Meilen nordöstlich von Fraserburgh schweben sahen. Sie verfolgten das UFO für einige Sekunden auf ihrem Radar, bevor es plötzlich verschwand.
Die Akte DEFE 24/2017 (S. 5-19) enthält die Korrespondenz zwischen Cllr William Buchanan vom Falkkirk District Council und dem Verteidigungsministerium. Buchanan schrieb 1994 an John Major eine Anfrage zur Untersuchung von einer Reihe von unerklärlichen UFO-Sichtungen in und um Bonnybridge (eine kleine Stadt zwischen Glasgow und Edinburgh). Die Presse bezeichnet diese Region als das 'Bonnybridge-Dreieck'. Buchanan behauptet, dass in der Gegend um Falkirk in den letzten zwei Jahren über 600 einzelne UFO-Vorfälle verzeichnet wurden. In einer Antwort stellt das MoD die Anzahl der Sichtungen in Frage und gibt an, dass es keine Pläne gäbe dies weiter zu untersuchen. Buchanan stellte im Jahr 1997 eine weitere Anfrage an Tony Blair.
Die Akten DEFE 24/1979 (S. 102); DEFE 24/1980, (S. 262-63); DEFE 24/1994, (S. 164) enthalten offizielle Aussagen des MoD als Antwort auf Berichte über 'Entführungen durch Außerirdische' im Jahr 1996. Die Frage gilt als nicht bewiesen und es seien keine weitern Untersuchungen erforderlich. Es wird empfohlen, dass Berichte über weitere Entführungen der Polizei oder dem Innenministerium gemeldet werden sollen, die Nachforschungen anstellen könnten, wenn genügend Beweise vorlägen.
Die Akte DEFE 24/1981 nimmt Bezug auf den Luftwaffenstützpunkt Menwith Hill, der gemeinsame elektronische Überwachungsstützpunkt der USA und England in North Yorkshire. 1997 behaupteten einige regionale Bauern, dass sie in der Umgebung der RAF-Basis ein geheimnisvolles, scheibenförmiges Objekt gesehen hätten, welches von Soldaten umgeben war. Die Bauern behaupten weiter, dass sie von den Soldaten aufgefordert wurden die Gegend zu verlassen. Weiterhin enthält die Akte eine gemeinsame Erklärung des Stützpunktes und des MoDs, dass 'kein UFO / fliegende Untertasse' in der Nähe von Menwith Hill gelandet sei und dass die Basis keine UFO-Forschung betreibt.
Die Akte DEFE 24/2011 (Seite 222 - 327) enthält das originale, ursprüngliche Zeugnis eines USAF Sicherheitspolizisten. Dieser berichtet von einem UFO, welches im Dezember 1980 in der Nähe der RAF Woodbridge gelandet sein soll. 1999 veröffentlichte ein führender UFO-Forscher Kopien dieser Zeugenaussagen und weiterer Berichte aus dem Jahr 1981. Außerdem wurden Kopien der Zeugenaussagen im Jahr 1998 an das MoD geschickt.

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