Zukunftswissenschaften UFO Forschung Peru richtet neue UFO-Untersuchungsbehörde ein
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FAP_Peru_LogoNicht sonderlich oft wird in deutschsprachigen Massenmedien über den internationalen Kenntnisstand in Sachen UFOs berichtet. Umso bemerkenswerter ist es, dass die neue UFO-Behörde der peruanischen Luftwaffe für Schlagzeilen sorgte. 

Von Tobias Berg

Selten kommt es vor, dass deutsche Massenmedien überhaupt Kenntnis von der internationalen Entwicklung in Sachen UFOs erlangen, geschweige denn, darüber berichten. Doch die Neugründung der staatlichen UFO-Forschungsbehörde in Peru schaffte es immerhin in die hiesigen Schlagzeilen (Focus Online, ORF.at).

Laut verschiedenen Pressemeldungen sieht sich die peruanischen Luftwaffe (Fuerza Aérea del Perú, FAP) veranlasst, die Aktivitäten der offiziellen Anlaufstelle für UFO-Untersuchungen OIFAA (Büro zur Erforschung anomaler Phänomene im Luftraum) neuaufzulegen, nachdem die Aktivitäten der Organisation aus verwaltungstechnischen Gründen auf Eis gelegt worden waren.

Dabei heißt die im Jahr 2001 als Unterabteilung der peruanischen Luftstreitkräfte gegründete Einrichtung OIFAA nun ’Departamento de Investigación del Fenómeno Anómalo Aérea - DIFAA’ - zu Deutsch: Forschungsabteilung für anomale Phänomene im Luftraum.

Laut Colonel Julio Vucetich sollen der DIFAA neben Air Force-Personal eine Reihe von spezialisierten Beratern und Mitarbeitern wie Astronomen und Soziologen zur Falluntersuchung zur Verfügung stehen. Sogar Archäologen gehören mit zum staatlichen UFO-Forschungsteam. Zudem planen Mitarbeiter der DIFAA in den nächsten Monaten sowohl öffentliche als auch Luftwaffen-interne Vorträge und Präsentationen über ihre Forschungstätigkeiten zu halten.

Mit der Maßnahme möchte Vucetich Menschen, die “ungewöhnliche Beobachtungen gemacht haben, die Überraschung oder Sorge auslöst haben könnten, eine Institution an die Hand geben, die ihre Informationen studiert und auswertet.“

Wie die Zeitung AIM berichtet, vermutet die Direktorin der argentinischen UFO-Untersuchungsstelle CEFORA, Andrea Perez, dass Peru mit anderen südamerikanischen Ländern gleichziehen will, wie beispielsweise Argentinien, Chile und Ecuador, wo ebenfalls offizielle staatliche UFO-Forschungsprojekte bestehen. Doch auch aktuelle UFO-Fälle, wie der von La Molina oder eine UFO-Sichtung im peruanischen Dschungel durch Offiziere, könnten bei der Entscheidung Einfluss gehabt haben, vermutet Perez.

Zum Hintergrund

Bereits seit Jahren erforschen peruanische Stellen die Bedeutung des UFO-Phänomens für die nationale Sicherheit sowie die des zivilen Luftverkehrs. Dr. Anthony Choy ist Gründungsmitglied der DIFAA-Vorgängerorganisation OIFAA. Bei einer Konferenz im National Press Club in Washington, bei der Regierungs- und Militärangehörige über ihre Erfahrungen mit UFOs aussagten, berichtete Choy von der offiziellen UFO-Forschung der peruanischen Luftwaffe:

Dr. Anthony Choy: Die UFO-Forschung der peruanischen Luftwaffe

 

 

Woher kommt die Offenheit staatlicher Behörden in Peru? Immer wieder hatten sich in diesem Land spektakuläre UFO-Zwischenfälle ereignet. In der folgenden Aussage berichtet der ehemalige Luftwaffenpilot Oscar Santa Maria Huertas, wie er in den achtziger Jahren den Befehl bekam, ein unbekanntes Objekt, das in gesperrtem Luftraum über dem peruanischen Luftwaffenstützpunkt La Joya in Arequipa schwebte, abzufangen:

Oscar Santa Maria Huertas: UFO schwebt über Militärbasis

 

Südamerika als Vorbild für Deutschland?

Erst im Jahr 2012 gründete die argentinische Luftwaffe eine neue UFO-Untersuchungsbehörde. Die Tatsache, dass nun auch Peru sein staatliches Forschungsprogramm wiederaufleben lässt, sollte deutsche Politiker nachdenklich stimmen. Im Gegensatz zu vielen südamerikanischen Staaten, wie Peru, Chile, Uruguay, Argentinien und Brasilien, wo UFO-Forschung ganz offiziell durch staatliche Behörden betrieben wird, herrscht hierzulande von Seiten der Behörden eisiges Schweigen. Noch nicht einmal die Ergebnisse einer Untersuchung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages sollen an die Öffentlichkeit gelangen. So investiert die Bundestagsverwaltung aktuell massive Steuergelder in den Berufungsprozess gegen einen Berliner Bürger, der Einsicht in besagte Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste zum Thema UFOs einklagte und in der erstinstanzlichen Entscheidung des Berliner Amtsgerichtes Recht bekam (wir berichteten). Wenn es um UFOs geht, scheint Deutschland derzeit den Anschluss an die internationalen Entwicklungen zu verlieren.

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