Stellen Sie sich vor: Ein UFO schwebt mehrere Tage und stundenlang über einer Großstadt, wird von tausenden Augenzeugen gesehen und sogar live im Fernsehen übertragen. Dann erklärt der Gouverneur auf einer Pressekonferenz: Das UFO sei in Wahrheit eine Leuchtrakete gewesen, und die Augenzeugen hätten sich wohl getäuscht. Offizielle Untersuchungen werden abgeblockt, Reporter und Stadtrat versuchen, Informationen bei Bundesbehörden zu erhalten - vergebens. Nun bricht der ehemalige US-Gouverneur von Arizona, Fife Symington, sein Schweigen.

 Was war geschehen?

Am 14. März 1997 wird über Phoenix, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, ein UFO gesichtet. Das Objekt wird als "V-förmige, ungeheuer große fliegende Maschine" beschrieben, von tausenden Augenzeugen gesehen und live im regionalen TV-Sender KNXV-TV übertragen. Das Ereignis wird von der Medienwelt auf den Namen "Phoenix Lights" getauft.
Offizielle Stellungnahmen von Regierungsbehörden gibt es nicht. Nachdem ein Reporter sich beim Stadtrat von Phoenix über diese Schweigepolitik beschwert, leitet die Stadträtin Frances Emma Barwood eine eigene Untersuchung ein, in deren Verlauf sie 700 Augenzeugen befragt. Alle berichten das Gleiche, doch von der US-Regierung werden sie nicht befragt. Zu einer offiziellen Untersuchung kommt es nicht mehr - Barwood verliert bei den Wahlen ihren Sitz im Stadtrat.

Die peinliche Pressekonferenz

Immerhin kündigt der republikanische Gouverneur Arizonas, Fife Symington, am Morgen des 19. Juni 1997 eine offizielle und umfassende Untersuchung des Vorfalls an. Am Nachmittag des selben Tages beruft jedoch er eine spontane Pressekonferenz ein, da er die Ursache der Phoenix Lights gefunden habe. Vor laufenden Fernsehkameras lässt er seinen Polizeichef Jay Heiler in Handschellen und Alien-Verkleidung vorführen und erklärt diesen zum Urheber des Vorfalls. Unglaublich: Für die anwesenden Journalisten ist der Fall damit erledigt. Tausende Augenzeugen jedoch fühlen sich der Lächerlichkeit preisgegeben.

 Im Jahr 2000 fordert ein Gericht in Phoenix per Gerichtsbeschluss die Akten über das UFO an. Das Verteidigungsministerium erklärt, dass es keinerlei Informationen mehr darüber habe. Der Fall verläuft - wie viele ähnliche Sichtungen auch - im Treibsand der Desinformation.

22. März 2007: Fife überlegt es sich anders

 Friede, Freude, Eierkuchen - die Geschichte gerät in Vergessenheit. Doch dann tritt Symington erneut auf den Plan. Der inzwischen als Geschäftsmann tätige Ex-Gouverneur räumt erst gegenüber der Journalistin Leslie Kean, später auch bei CNN ein:
"Es wirkte einfach nicht so, als sei es von dieser Welt. Solange uns das Verteidigungsministerium nicht das Gegenteil beweist, nehme ich an, dass es so etwas wie ein außerirdisches Raumschiff war."

 

Der Fernsehbericht von CNN, 22. März 2007

     
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