Exopolitik und UFOs Zeugenaussagen Weitere Zeugen Die Staatsaffäre Iljumschinow
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Kirsan Iljumschinow (Quelle: 1.ru)Die mögliche Entführung eines russischen Gouverneurs durch Außerirdische sorgt derzeit für Aufregung unter Politikern. Am 22. April bekannte Kirsan Iljumschinow im ersten russischen Fernsehen, dass er an Bord eines Raumschiffes entführt worden sei und eine Unterhaltung mit den Besuchern gehabt hätte. Nun fordert ein Duma-Abgeordneter die Einführung von Regeln über die Meldepflicht außerirdischer Kontakte für hohe Staatsdiener. Wir präsentieren die Aussage Iljumschinows im Wortlaut.

(Mit freundlicher Unterstützung von Russland Aktuell)

„Ich habe noch nie jemanden getroffen, der an Bord eines außerirdischen Raumschiffs war“, begrüßt der renommierte russische Journalist Wladimir Posner den Gast seiner Talkshow. Kirsan Iljumschinow, Gouverneur der russischen Provinz Kalmückien, lächelt. „Im Ernst, so war es“, entgegnet er, „ich habe wirklich mit ihnen kommuniziert“.

Zitat: (gekürzt)

„Am 18. September 1997 war ich abends in meiner Wohnung in Moskau. Ich las ein Buch, schaute Fernsehen und ging dann zur Ruhe. Ich fühlte, wie die Balkontür aufging, und ich ging durch eine halbtransparente Röhre. Dort sah ich Leute in gelben Raumanzügen. Wir verständigten uns telepathisch. Sie gaben mir zu verstehen, dass sie von jedem Planeten eine Probe bräuchten. Ich fragte: Warum geht Ihr nicht ins Fernsehen und sagt, dass es Euch gibt? Doch sie sagten, wir seien noch nicht dafür bereit.“

(Anmerkung: Dies ist eine unbestätigte Übersetzung. Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck an einer vollständig korrekten Version. Wenn Russisch Ihre Muttersprache ist und Sie uns unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei uns)

 

Eine Lehrstunde für deutsche Journalisten

Interessant ist nicht nur, dass ein Politiker seines Ranges freimütig in einer Talkshow über sein Entführungserlebnis spricht. Interessant ist auch die Reaktion des Journalisten Posner. Sein einziger Kommentar lautet: „Hm, interessante Geschichte“ – danach geht er zum nächsten Thema über.

Ein Vorgang, der im deutschen Fernsehen wohl undenkbar wäre. Hierzulande spielen sich Journalisten lieber als Richter auf. So geschehen im Oktober 2007 in der Sendung „Maischberger“ mit Nina Hagen. Als die Sängerin von ihrem Erlebnis berichtete (das übrigens recht ähnlich war), wurde sie von der Talkmasterin und vom ebenfalls anwesenden Wissenschaftsjournalisten Joachim Bublath als Verrückte abgestempelt. In gespieltem Entsetzen verließ Bublath die Talkrunde, das Ereignis wurde von der deutschen Presse als „UFO-Eklat“ hochgespielt. Vielleicht sollten sich deutsche Journalisten ein Beispiel an Posner nehmen, der selbst bei umstrittenen Aussagen nie vergisst, dass er nur der Fragesteller ist.

Die Entführung entwickelt sich zur Staatsaffäre

Die angebliche Begegnung des Gouverneurs Iljumschinow mit Außerirdischen zieht dennoch Konsequenzen nach sich. Der Duma-Abgeordnete Andrej Lebedew von der Liberaldemokratischen Partei stellte nun eine offizielle Anfrage an Russlands Präsident Dmitri Medwedew, um den Umgang des Gouverneurs mit außerirdischen Besuchern zu klären.

„Ich bitte um Mitteilung, ob der kalmükische Präsident die Präsidialverwaltung über seine Kontakte informiert hat. Gibt es ein Reglement über die Meldepflicht außerirdischer Kontakte hoher Staatsdiener und Geheimnisträger wie Iljumschinow?“, heißt es in der Regierungsanfrage, die Exopolitik Deutschland vorliegt.

Geht es nach Lebedew, soll der kalmükische Gouverneur der Duma nun einen Bericht darüber vorlegen, was sich im Einzelnen in jener Nacht ereignet hat. Insbesondere soll geklärt werden, ob Iljumschinow den Besuchern möglicherweise geheime Staatsinformationen mitgeteilt hat. Die Entführung des Herrn Iljumschinow könnte sich nun zur Staatsaffäre entwickeln.

In der Tat erweckt das Interview in der Talksendung Posner den Eindruck, als hätte der Kalmückien-Chef noch die eine oder andere Information hinzuzufügen. Welche Konsequenzen hätte dies für die russische und internationale Politik?

Ob Iljumschinows Aussage stimmt oder nicht, lässt sich indes kaum beantworten. Es bleibt abzuwarten, was die offizielle Anfrage Lebedews ans Tageslicht bringt. Bislang stand die russische Regierung dem UFO-Thema eher ablehnend gegenüber. Noch im Jahr 2005 sagte der damalige Präsident Wladimir Putin: „Alles, was mit UFOs zu tun hat, ist auf Präsidial- und Regierungsebene kein Thema“. Doch dies könnte sich nun bald ändern.

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